Te:nor Magazin – Nachhaltigkeit
Drei Schüler aus Schmalkalden hatten die Nase voll von vollen Mülleimern. Sie entwickelten einen KI-Mülleimer, der Abfälle automatisch trennt und entsorgt. Mit ihrer Idee holten sie den dritten Platz bei einem internationalen Robotik-Wettbewerb in Manila. Wird aus dem Schulprojekt bald ein echtes Produkt?
Stickstoff ist ein wichtiger Baustein, damit Pflanzen wachsen. Doch die Herstellung von Stickstoffdünger für die Landwirtschaft setzt große Mengen Treibhausgase frei. Ein schwedischer Agrarwissenschaftler möchte das ändern – und gleichzeitig die Düngerherstellung vereinfachen.
In Andernach wachsen Gemüse und Obst mitten im Ort, gepflegt von Gärtnern, geerntet von allen. Ein Besuch in der mehr als 2.000 Jahre alten Stadt zeigt, wie urbane Landwirtschaft gelingen kann.
Der Wirtschaftswissenschaftler und Klimaexperte David Nelles ist überzeugt: In Sachen Klimaschutz ist die Menschheit auf dem richtigen Weg. Sie nimmt ihre stillen Erfolge allerdings zu wenig wahr. Ein Interview über strategischen Optimismus und die nächsten entscheidenden Schritte im Klimaschutz.
Wasserknappheit, Dürren und Kriege – Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser. Das Berliner Unternehmen Boreal Light hat eine Lösung entwickelt: Ein solarbetriebener Wasserkiosk verwandelt verschmutztes Wasser in Trinkwasser. Das sichert nicht nur das Überleben von Bewohnern in Dörfern, Wüsten- oder Krisengebieten, sondern schafft auch wirtschaftliche Perspektiven.
Mikroalgen sind weniger als zehn Mikrometer groß und betreiben trotzdem zehnmal effizienter Photosynthese als ausgewachsene Bäume. Eingesetzt in Luftfiltern können die Kleinstlebewesen CO2 und Schadstoffe binden und so die Lebensqualität in Städten verbessern.
Autofreie Straßen, begrünte Plätze und neue Stadtwälder – Paris hat sich neu erfunden und ist zum Vorbild der nachhaltigen urbanen Transformation geworden. Wie hat die Metropole das geschafft? Und was können andere Städte von ihr lernen?
Lachs gehört zu den beliebtesten Speisefischen der Deutschen – doch die Zucht steht seit Jahren in der Kritik: hohe Sterbequoten, überlastete Ökosysteme und ein intensiver Medikamenteneinsatz. Für alle, die nicht auf Lachs verzichten wollen, stellt sich die Frage: Wie kann man ihn fairer und nachhaltiger züchten? Genügt es, strenge Regeln zu setzen oder braucht es neue Zuchtansätze?
Mit steigenden Temperaturen wächst der Druck auf klimafreundliche Lösungen für unsere Städte. Forschende aus Freiburg und Stuttgart greifen auf einen Mechanismus zurück, der an Kiefernzapfen erinnert. Ihr nachhaltiges Solar-Gate-System verschattet Räume automatisch – ganz ohne Strom.
Müll gelangt meist über Flüsse ins Meer und wird dort zum globalen Problem. An diesem Punkt setzen Freiwillige und Kleinunternehmer mit ihrem Umweltengagement an: Sie sammeln Abfall, bevor er ins Wasser gelangt. Drei Beispiele zeigen, wie unterschiedlich Engagement vor Ort aussehen kann.
Grüner Wasserstoff gilt als ein Hoffnungsträger der Energiewende. Da Deutschland ihn nicht in ausreichender Menge selbst produzieren kann, schließt die Bundesregierung weltweit Energiepartnerschaften ab – unter anderem mit Chile. Aber was bedeutet das Geschäft mit Wasserstoff für die Menschen vor Ort und für das einzigartige Ökosystem Patagoniens?
Eine schwimmende Farm im Hafen von Rotterdam macht vor, wie sich eine Stadt künftig mit frischen Lebensmitteln versorgen könnte. So ist die Lebensmittelversorgung weniger abhängig von komplexen Lieferketten, sagen die Initiatoren. Und: leckerer.
Ein angenehmes Mikroklima ist eines der zentralen Ziele nachhaltiger Stadtentwicklung. Immer mehr kreative Ansätze helfen dabei, urbane Hitzeinseln zu verkleinern und die Luftverschmutzung zu reduzieren – und nutzen dabei Moos, Bambus oder gar Beton.
Abgase zu T-Shirts verarbeiten: Das ist die Idee des kalifornischen Start-ups Rubi Laboratories. Das Unternehmen wandelt Kohlenstoffdioxid in Zellulose um, um daraus Textilfasern zu gewinnen. Dabei helfen Enzyme – und KI.
Wie Wohnviertel effizient mit Energie versorgt werden können, zeigt das Beispiel des Wohnquartiers „Das neue Gartenfeld“ im Westen Berlins. Dort entstehen auf einer ehemaligen Industriebrache Tausende Wohnungen und Geschäftsräume. Das Besondere: Das gesamte Quartier soll durch die Abwärme aus einem nahegelegenen Rechenzentrum beheizt werden.